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Rotkreuzler sind vielseitig im Einsatz

Haupt- und Ehrenamt aktiv in den Kreisimpfzentren

Sanitätshelferin Simone Freihofer (OV Friolzheim-Wimsheim) und Rettungssanitäter Maik Olpp (Kreisverband Pforzheim-Enzkreis) prüfen ihr Material in der Sanitätsstation im Kreisimpfzentrum in Mönsheim.

Viel zu tun gab es im vergangenen Jahr für den Rettungsdienst in der Region: Rettungswagen rückten 27.835 Mal aus (Vorjahr 28.543), Notarzteinsatzfahrzeuge wurden 8.439 Mal alarmiert (Vorjahr 8.910) und Rettungshubschrauber landeten 422 Mal (Vorjahr 432). Ein deutlicher Rückgang war coronabedingt bei den Krankentransporten zu verzeichnen: Im vergangenen Jahr gab es davon 19.691; im Vorjahr waren es 21.691. Ebenso begründen sich die Zahlen im Bereich der ehrenamtlichen "Helfer vor Ort"-Gruppen, die zum Schutz der Teams zweimal für mehrere Monate pausieren mussten: Die Einsatzzahl lag deshalb bei nur 1.375 (Vorjahr: 5897).

Das Ehrenamt des DRK-Kreisverbandes ist seit Ende des vergangenen Jahres jedoch auch in einem anderen Bereich sehr aktiv, denn es galt, sich um das Personal für die Kreisimpfzentren zu kümmern. Der Kreisverband hat zunächst einen Dienstplan aufgebaut, um die Masse an Diensten und um die Bedürfnisse der vier eingebundenen Hilfsorganisationen (ASB, DLRG, MHD und DRK) abbilden zu können. Die eingesetzte Software bietet den Helfern / Hilfsorganisationen entweder per Internetbrowser oder per Handy-App Dienste auszusuchen und zu buchen, damit sie besetzt sind. Allein das DRK, nebst den anderen Hilfsorganisationen, ist aktuell mit knapp 200 aktiven Ehrenamtlichen dabei. Der Kreisverband unterstützt derzeit tatkräftig mit hauptamtlichen Mitarbeitern. Sollte weiterer Hilfe nötig sein, kann der DRK Kreisverband sein Engagement erweitern.

In den Kreisimpfzentren haben die Helfer des Sanitätsdienstes ein Auge auf die die geimpften Personen und übernimmt die Versorgung der Impflinge, im Falle, dass sie unter Übelkeit leiden oder aufgrund von blutverdünnenden Medikamenten nachbluten, legen die Helferinnen und Helfer einen Verband an. Es sind zudem mittlerweile zwei mobile Impfteams unterwegs. Die Aufgabe besteht darin, dass Fahrer gestellt werden, die die Ärzte bei ihren Aufgaben unterstützen und administrative Aufgaben übernehmen.

Zusätzlich zur Dienstplanung zählt auch die Materialausstattung der Kreisimpfzentren zu den Aufgaben der Rotkreuzler. Neben Sanitätsrucksäcken, Sauerstoffbehandlungsgeräte und einem Defibrillator gehörten dazu auch Tragen, Feldbetten, Verbandstoffe, Infusionen und Dokumentationsmaterialien. Aktuell und für die kommenden fünf Monate gibt es ein hohes logistisches Aufkommen, um die Materialien bei den Kreisimpfzentren aufzufüllen, zu ergänzen oder gar zu erweitern.

Da im Stadtkreis und im Enzkreis die Fahrzeuge des Bevölkerungsschutzes zum Großteil dem DRK zugewiesen wurden, stellen die beiden DRK Ortsvereine Eisingen und Stein den beiden Kreisimpfzentren die Mannschaftstransportwagen des Bevölkerungsschutzes zur Verfügung. Es wird somit im Sinne des Bevölkerungsschutzes gehandelt und die Fahrzeuge ihrem Auftrag zugeführt.

Text/Foto: D. Kneis

17. Februar 2021 21:11 Uhr. Alter: 15 Tage

 

 

 


 

 

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