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Notarzteinsatzfahrzeug in Wimsheim stationiert

Rettungskräfte beziehen neue Unterkunft im Heckengäu

Sie freuen sich über die neue DRK-Wache in Wimsheim (von links): DRK-Kreisgeschäftsführer Stefan Adam, Rettungsdienstleiter Herbert Mann, Jürgen Holzinger (Wachenleiter in Pforzheim) Notärztin Francine Tatio, Kreisverbandspräsident Wolfgang Kramer, DRK-Betriebsratsvorsitzender Tibor Killat, Helios-Chefarzt Felix Schumacher, Bürgermeister Mario Weisbrich und der Rettungsdienstberater der AOK Nordschwarzwald, Wolfgang Scheffelmeier.

Doppelten Grund zur Freude gab es diese Woche beim hiesigen DRK-Kreisverband: Nachdem nach langer Suche neue Räumlichkeiten für einen Rettungswagen in Remchingen gefunden werden konnten, klappte nun auch die offizielle Übergabe der neuen Wache für das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) in Wimsheim. Letzteres war aufgrund eines Gutachtens des Bereichsausschusses am 1. Januar dieses Jahres tagsüber zusätzlich von Wurmberg gestartet. Personell mit Notärzten unterstützt wurde das Rote Kreuz dabei vom Pforzheimer Helios Klinikum.

Nach kurzer Zeit hatte sich jedoch herausgestellt, dass die gewählten Räume nicht ideal sind, und so zog man mit dem Fahrzeug kurzfristig zur DRK-Rettungswache nach Tiefenbronn um. Im Lauf des Jahres hatte Kreisgeschäftsführer Stefan Adam mehrfach mit den Bürgermeistern aus Wurmberg und Wimsheim gesprochen, um eine neue Unterkunft in den Gemeinden zu finden.

Im Herbst lieferte dann Mario Weisbrich spontan eine Lösung in Wimsheim: Ganz unkompliziert und unbürokratisch durfte der Rettungsdienst am 1. November in ein leer stehendes Haus am Lerchenweg 14 einziehen. Das Gebäude ist langfristig für das Gemeindeprojekt "Wohnen und Leben im Alter" vorgesehen und konnte daher bis zu dessen Umsetzung dem DRK zur Verfügung gestellt werden. "Ein großes Plus ist dort für uns die beheizbare Garage, was ein wichtiges Argument zur Aufbewahrung der Medikamente im Winter darstellt", erläutert Adam. Zudem gibt es Ruheräume für die Mitarbeiter und einen Aufenthaltsraum. "Wir sind der Gemeinde sehr dankbar für diese Unterstützung und die unkomplizierte Abwicklung", sagt der DRK-Kreisgeschäftsführer.

"Durch diesen neuen Standort können wir die notärztliche Versorgung im östlichen Enzkreis nochmals verbessern. Es geht uns schließlich darum, Menschlichkeit umzusetzen", betonte DRK-Kreisverbandpräsident Prof. Dr. Wolfgang Kramer beim offiziellen Übergabetermin mit der Gemeinde. Er dankte zudem den Kostenträgern - der AOK und dem VDEK -, die diese Erweiterungen finanzieren. Zudem wies er darauf hin, dass die direkten Anwohner am Lerchenweg durch die nun mittlerweile siebte DRK-Rettungswache keine Lärmbelästigung erfahren werden. Sehr froh über die neue Nutzung des Gebäudes zeigte sich auch Bürgermeister Mario Weisbrich, der von einem einstimmigen Votum des Gemeinderates für die neuen Mieter berichten konnte. "Wir sind schließlich alle auf den Einsatz der Blaulichtorganisationen angewiesen - da hilft man deshalb gern", sagte er. "Und uns als Gemeinde kann eigentlich nichts Besseres passieren", thematisierte Weisbrich die Verbesserung der Hilfsfrist fürs Heckengäu.

Begeistert von den Räumlichkeiten zeigte sich auch Dr. Felix Schumacher, Chefarzt für Intensiv- und Notfallmedizin am Helios Klinikum in Pforzheim und Ärztlicher Verantwortlicher für den Rettungsdienst beim hiesigen DRK-Kreisverband. "Bisher hatten wir für die Erweiterung eher provisorische Lösungen, aber das hier ist nun eine ganz andere Liga. Die Aufenthaltsqualität ist hier einfach genial." Das Notarzteinsatzfahrzeug des Roten Kreuzes wird ab Mitte der kommenden Woche tagsüber von Wimsheim aus zu den medizinischen Notfällen fahren.

Text+Foto: D. Kneis

9. November 2018 14:04 Uhr. Alter: 32 Tage

 

 

 


 

 

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