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Es geht ums Überleben

Studierende testen beim DRK Reanimationshilfe

Marcel Kern (links) und Maximilian Linde haben beim DRK geforscht, wie sich die mechanische Reanimationshilfe Corpuls CPR bei der Fahrt im Rettungswagen verhält.

Bei einem Herz-Kreislaufstillstand zählt für den Patienten jede Minute. Wer schon einmal einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert und die Reanimation geübt hat, der weiß, wie anstrengend die überlebenswichtige Herzdruckmassage für den Helfer werden kann. Mittlerweile haben Ingenieure Maschinen entwickelt, die die automatische Kompression des Brustkorbes übernehmen können. Diese werden häufig in Kliniken und auch mancherorts im Rettungsdienst eingesetzt, um das Personal zu entlasten.

Auch der DRK-Kreisverband Pforzheim-Enzkreis überlegt derzeit, sich solche Geräte anzuschaffen. Umso passender war dazu die Anfrage von Marcel Kern und Maximilian Linde, die an der Hochschule Pforzheim Medizintechnik im vierten Semester studieren. Für eine Projektarbeit forschen sie derzeit, ob eine mechanische Reanimationshilfe eine sinnvolle Ergänzung der Ausrüstung in Krisengebieten sein könnte. "Diese Arbeit unterstützen wir sehr gern", sagt Thomas Göttenauer, Leiter der Pforzheimer Hauptrettungswache.

Ende Mai waren die beiden Studierenden deshalb dort zu Gast - im Gepäck das etwa einen halben Quadratmeter große Gerät "Corpuls CPR". Kern und Linde platzierten es auf der Trage und schnallten eine Puppe, an der die Reanimation während der Rettungswagenfahrt getestet werden sollte, darunter fest. Nachdem Druckpunkt, Drucktiefe und die Frequenz eingestellt waren, konnte es losgehen. Benjamin Wuschkan, der derzeit die Ausbildung zum Notfallsanitäter beim hiesigen DRK-Kreisverband absolviert, lenkte das Einsatzfahrzeug gute zwei Stunden über Schlaglochstrecken, fuhr durch scharfe Kurven und legte mehrere Vollbremsungen hin. Sensoren an der Puppe übertrugen unterdessen Daten aufs Laptop, die Kern und Linde in den kommenden Wochen noch auswerten müssen. Im Vorfeld hatten die beiden bereits andernorts Tests im stehenden Rettungswagen und im Tragetuchgemacht. Im Juli soll die Studienarbeit dann fertig sein.

Text+Foto: D. Kneis

11. Juni 2018 12:09 Uhr. Alter: 128 Tage

 

 

 


 

 

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