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Die Zahl der Notfalleinsätze steigt weiter an

DRK legt Halbjahresstatistik für Rettungsdienst vor

Gestellte Szene einer Patientenversorgung im Rettungswagen.

Was sich in den Vorjahren abgezeichnet hat, bestätigt die Halbjahresstatistik des Rettungsdienstes der Region, der von DRK und ASB durchgeführt wird. Der hiesige DRK Kreisverband erhob jetzt die Daten. Der Präsident des DRK, Professor Dr. Wolfgang Kramer, hebt die gute Arbeit der Mitarbeiter des Rettungsdienstes beider Organisationen hervor und weist darauf hin, dass die Zahl der Einsätze in Pforzheim und im Enzkreis weiterhin zugenommen hat. "Von Januar bis Juli 2017 ist die Notfallrettung insgesamt 19.811-mal von der Integrierten Leitstelle disponiert worden - im gleichen Zeitraum im Jahr davor waren es mit 19.127 Einsätzen noch 3,61 Prozent weniger", sagt Kramer. Im aktuellen ersten Halbjahr rückten die Rettungswagen 15.243-mal aus, Notarzteinsatzfahrzeuge waren 4.408-mal unterwegs und der Rettungshubschrauber kam 167-mal zum Einsatz.

Im Vordergrund stehen - wie überall - internistische Einsätze. Zu den beispielsweise 3279 Herz-Kreislauf-Notfällen darunter mehr als 1000 Herzinfarkte und Schlaganfälle, kommen weitere 1142 Krankheitsbilder der Atmungsorgane und mehr als 600 Akutprobleme der Bauchorgane. 2730 Fälle kommen aus dem rein chirurgischen Sektor, ebenso Arbeitsunfälle, Kindernotfälle und zahlreiche weitere akute Notfälle aus allen Fachgebieten der Medizin. Im ersten Halbjahr 2017 fuhren die Einsatzkräfte zu 440 Verkehrsunfällen. So ist beispielsweise auch eine erhebliche Zunahme der psychosozial bedingten Einsätze zu verzeichnen.

Die Gesamtzahl der Krankentransporte lag bei 5.795 und steigerte sich damit um 1,52 Prozent. Über die Integrierte Leitstelle wurden bis Ende Juli auch 5818-mal der kassenärztliche Notdienst vermittelt. "Für die Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle ergibt sich die anspruchsvolle Herausforderung, die zahlreichen unterschiedlichen Rettungsdiensteinsätze mit großer Sachkenntnis zielgenau und effektiv zu disponieren", sagt Kramer.

"Die kontinuierlich steigende Inanspruchnahme des Rettungsdienstes belastet das Rettungsdienstpersonal und verlangt eine ständige Anpassung der personellen und technischen Voraussetzungen zur Erfüllung der gesetzlichen Hilfsfristen", erläutert der Kreisgeschäftsführer des DRK Stefan Adam. Demografische Entwicklungen und nicht zuletzt auch ein sich änderndes Verhalten in Bezug auf die Inanspruchnahme des Rettungsdienstes tragen unter anderem auch zu den stetig steigenden Notfalleinsätzen bei, ebenso soziale, alters- und migrations-spezifische Faktoren.

Anerkennung spricht der DRK-Präsident auch seinen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus: In vielen DRK-Ortsvereinen der Region gibt es sanitätsdienstliche Erste-Hilfe-Einheiten, sogenannte Helfer-vor-Ort-Gruppen. Diese Ersthelfer sind gut ausgebildet und ausgerüstet, um bei Notfällen in ihrer unmittelbaren Umgebung innerhalb kürzester Zeit qualifizierte Erste Hilfe und lebensrettende Maßnahmen durchzuführen. Die Ersthelfer unterstützen dadurch den gesetzlich geforderten Rettungsdienst, der die Notfallpatienten nach Eintreffen übernimmt. Sie stellen somit aufgrund ihrer Bürgernähe für ihre Gemeinden eine wertvolle Bereicherung des Hilfsangebots des DRK dar. Die HvO-Einheiten wurden im ersten Halbjahr in den Gemeinden des Rettungsdienst-bereiches Pforzheim-Enzkreis 3254-mal alarmiert (plus 7,53 Prozent). Inzwischen wird die Arbeit der ehrenamtlichen HVO-Gruppen durch das Land Baden-Württemberg als ein vorbildliches bürgerschaftliches Engagement anerkannt.

Text+Foto: DRK

11. September 2017 20:11 Uhr. Alter: 68 Tage

 

 


 

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